Juhui, ums gleich vorne wegzunehmen: Wir sind im Sudan, genauer gesagt in Wadi Halfa. Doch wir mussten ziemlich viel Geduld beweisen bis wir hier waren.
Wir waren froh als wir am Montag Morgen unsere Sachen packen konnten und uns auf den Weg zur Faehre machten. Zweieinhalb Wochen verbrachten wir in Aegypten und sagen wir's mal so, wir werden es nicht vermissen. Die Leute dort wollen dir immer helfen, aber nur gegen Bargeld, leider. Man wird dauernd angehauen ob man irgendwelche Touren machen oder Souvenirs kaufen moechte. Und die Leute sind geradewegs penetrant und sehr hartnaeckig. Dazu kommt dass sie dich bei jeder Gelegenheit ueber den Tisch ziehen wollen und bei Touristen Preise weit weg von gut und boese verlangt werden. Leider ist dieses Bild auch bei anderen Reisenden nicht besser, sehr schade. Doch genug gejammert, es hat uns gut getan dass wir das mal erlabt haben.
Wir waren also am Montag am Hafen und nach einer sehr schnellen Passkontrolle durften wir als erste auf das Schiff. Auf dem Oberdeck breiteten wir uns aus und spannten Leintuecher und Decken auf um uns gegen die Sonne zu schuetzen. Bei knusprigen 45 Grad warteten wir dann mal eben sechseinhalb Stunden bis wir wirklich ablegten. In dieser Zeit wurde die Faehre und ein Beiboot mit Waren beladen die in den Sudan sollten. Wer's nicht gesehen hat kann sich's kaum vorstellen wie es zu und hergeht. Alles, wirklich alles wird von Hand oder auf Schubkarren hergebracht, kein Kran, keine Maschinen. Zum Glueck hatten wir Schatten, an barfusslaufen auf dem heissen Stahldeck war nicht zu denken. Mit uns waren noch mehr Afrikareisende: Clemens und Elias aus Oesterreich, Jarle und Jomar aus Norwegen, Paul, Liz, Darren, Bonnie, Roger und Obia aus England und Kinkay aus Japan, er faehrt mit dem Velo nach Kape Town (viel Spass...). Die Nacht auf dem Oberdeck war erwartungsgemaess nicht wirklich komfortabel, doch das nimmt man in Kauf. Am Dienstag um etwa 11.30 waren wir dann in Sichtweite des sudanesischen Hafens, um 17.00 immer noch... Es gab irgendein Problem, so warteten wir nochmals einige Stunden unter der gemuetlich warmen, afrikanischen Sonne... Doch es geht immer irgendwie weiter und wir kamen dann doch noch an Land. Lieber spaet als nie.
In Wadi Halfa, der Hafenstadt, duerfen wir nun nochmals etwas warten. Unsere Autos mussten mit einem anderen Boot in den Sudan fahren. Und dieses Boot wird vielleicht heute, vielleicht morgen oder irgendwann hier eintreffen. Erst dann sehen wir unseren Guschti wieder und die Reise durch das "richtige" Afrika kann losgehen!
P.S Das Internet ist etwas langsam hier, weshalb wir nicht allzuviele Bilder hochladen koennen. Aber schaut doch mal auf Jarle's Seite: www.betsy.no Da sind mehr Bilder von uns!
Es gibt noch mehr Websites von unseren Freunden: http://transafrika.at oder auch www.afritracks.com http://www.crabtocape.org.uk/
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