Seit dem letzten Eintrag sind wir ein ganzes Stueck weitergekommen. Wir verliessen Syrien und fuhren in Richtung jordanische Grenze. Die Formalitaeten waren relativ rasch erledigt und wir wollten gerade weiterfahren als wir bemerkten, dass sich eine Gummimanschette an unserer Vorderachse verabschiedet hatte. Was tun? Wir fuhren in die jordanische Hauptstatt Amman, ca. 80 Kilometer entfernt, und suchten eine Garage. Ueberall sind kleine Werkstaetten eingerichtet und die reparieren eigentlich alles, egal welche Marke. Wir fuhren bei einer Werkstatt hin und schnell versammelten sich einige Leute um unser Auto, alle arabisch sprechend und gestikulierend. Einer machte uns klar dass wir warten sollen und verschwand hinter den umliegenden Gebaeuden. Nach einiger Zeit kam er mit Mustafa zurueck. Ihm gehoert eine dieser kleinen Garagen und er spricht gut englisch. Er meinte dass alles kein Problem sei und wir koennten bei ihm vor die Werkstatt fahren. In seinem Shop arbeiten zehn Leute und drei von denen legten sofort Hand an unseren Justy. Irgendwo in seinem "Lager" fand er ein Gummiteil dass etwa so aussah wie unseres und nach zweieinhalb Stunden war alles repariert. Und was kostet das wohl? Drei Arbeiter mal zweieinhalb Stunden macht siebeneinhalb Stunden Arbeit. Er meinte wir sollen ihm 15 jordanische Dinar geben, umgerechnet etwa 23 Franken. Wir sahen uns an und konnten uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. Er hatte sich ein gutes Trinkgeld verdient und bedankte sich mehrfach...
In Jordanien machten wir dann eine richtige Sightseeing Tour. Zuerst ans tote Meer. Ist schon noch lustig wenn man im Wasser ein Buch lesen kann. Der Spass haellt sich aber dann in Grenzen wenn man aus dem Wasser rauskommt. Alles ist unvorstellbar salzig. Und man trocknet nicht einfach an der Sonne, wir kamen uns vor wie eingeoelt. Also mussten wir der Kueste hochfahren zum einzigen, oeffentlichen und natuerlich ziemlich teuren Baderesort wo wir uns duschen konnten.
Als naechstes stand Petra auf unserer Liste. Eine ganze Stadt aus dem Sandstein gemeisselt, mitten in der Wueste. Am besten guckst du google.com Eines der sieben Weltwunder und einen Besuch wert, sogar fuer uns Archeologie-Banausen.
Weiter ging's ins Wadi Rum, in die jordanische Wueste. Haha, jetzt trumpfen wir mal mit unserem Justy auf (dachten wir zumindest). Man faehrt in ein Tal hinein und ploetzlich ist die Teerstrasse fertig und man hat nur noch Sand vor sich. Und um allen von euch auslaecherigen und schadenfreudigen Kollegen und Kolleginnen den Spass zu verderben: nein, wir mussten den Justy nie, N-I-E ausschaufeln. Wir witzelten noch, dass wir sicher schon nach 20 Metern zum ersten Mal festsitzen. Aber hallo, weit gefehlt. Wir waren mindestens drei Minuten unterwegs bis wir, (neben einer Zeltstatt von Beduinen und vielen Touristen...) ueber eine Duene schossen und sozusagen in der Sch....e steckten. Und wir taten was wir in solchen Situationen immer tun: 1.Ruhe bewahren 2. aussteigen und sich ganz normal umsehen 3. mit der Fotokamera die atemberaubende Landschaft festhalten 4. warten bis alle weg sind 5. in voellige Panik geraten oder sich aber vor Lachen auf dem Boden kruemmen, wir entschieden uns fuer letzteres... Mit dem von Emil Steinberger beschriebenen Prinzip: fueraefahre, hinderefahre, fueraefahre, hinderefahre, und wieder fueretsi, und wieder hindertsi - konnten wir uns immer wieder befreien. Ein riesen Spass :-)
Aber wir kamen noch weiter. Von Jordanien ging's mit der Faehre nach Aegypten. Fahren waere moeglich, allerdings nur durch Israel. Und Israel = big Problem. Nich im Land selber, aber man kommt in viele Staaten nicht mehr rein wenn man in Israel war, leider. Die Einreise in Aegypten ging erstaunlich rasch. Dank der Hilfe eines netten Polizisten und etwas Schmiergeld konnten wir sogar als erste zum Zoll raus...
Jetzt sitzen wir in Dahab, einem Paradies fuer Taucher, Kitesurfer und Schnorchler. Wir gehoeren hier nur zu der Gruppe Schnorchler, doch es ist unglaublich was fuer eine Artenvielfalt hier im Meer ist. Man hat richtig das Gefuehl in einem Aquarium zu schwimmen. Dutzende von Fischarten und Korallen sind nur 20 Meter vom Strand entfernt. Nemo laesst gruessen...
P.S. Diesmal habe ich speziell darauf geachtet dass auch ein Foto von Saemi auf dem Blog kommt ;-)
hahahaha, turischtä! =D
AntwortenLöschenSutterSport verfolgt Euch!
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