Donnerstag, 8. Juli 2010

Metzgete!



So, da waehren wir wieder. Die letzten zwei Wochen waren im viellerlei Hinsicht ein Highlight auf unserer Reise. Zuerst schauten wir uns einige interessante Tiere in Aethiopien an wie z.B. Nilpferde, Zebras, Paviane und Krokodile an. Speziell die Krokodile haben uns beeindruckt. Wenn so ein Riesenreptil von fuenf Metern Laenge neben deinem Boot vorbeischwimmt hoffst du einfach dass es schon Zmittag gegessen hat.

Danach haben wir einige Staemme von Eingebohrenen besucht. Ihr kennt sicher einige aus dem Fernsehen. Sie tragen allerlei Schmuck, dafuer haben nicht alle Kleider an. Die Mursifrauen tragen zum Beispiel eine ca. 10cm grosse Platte in ihren Lippen und Maiskolben auf dem Kopf... Wirklich eindruecklich wie diese Leute noch heute leben wie wohl schon seit tausenden von Jahren. In einem Dorf der "Hamer" verbrachten wir dann noch eine Nacht bei den Einheimischen. Zum Abendessen gab es frisches Geissenfleisch. Frischer geht nicht, die Geis lief selber zu uns und wurde dann mit dem rostigen Kuechenmesser ins Jenseits befoerdert. Und da auch der beste Hamermann im Dunkeln nichts sehen kann, bediente man sich Saemis Petzl-Stirnlampe um die Geiss zu zerlegen. Saemi konnte dieses Spektakel leider nicht mitansehen, er musste mit einem Jungen zurueck ins nahe Dorf um Honigwein fuer alle zu besorgen. Die Eingeweide der Geiss wurden sofort in eine Pfanne gegeben und auf dem offenen Feuer gebraten. So kam ich in den Genuss von frischer Geissenleber und Niere... Als dann aber der Topf mit dem Blut herumgegeben wurde, musste ich schnell zur Toilette. "Leider" war nichts mehr uebrig als ich zurueckkam...

Seit drei Tagen sind wir nun in Kenya. Die Strasse von der Grenze in Moyale bis nach Isiolo ist knapp 500km lang und traegt vielleicht zurecht den Titel der "worst road in Africa". Etwa 400km davon sind Dreck, Steine und Sand, und so manche Autogeschichte hat hier ein neues Kapitel erhalten. Es ist etwa so wie wenn man drei Tage in einem Steinbruch herumfaehrt. Auch unser Guschti hatte da nichts zu lachen. Er wehrte sich zwar tapfer, doch nach 300km ist eine Feder in der Vorderachse gebrochen. Im nahegelegenen Dorf hatte man keinen Ersatz, so wurde sie mal geschweisst. Doch erwartungsgemaess hielt das nicht lange, nach 30km ging der Guschti erneut in die Knie. Alles half nichts, wir mussten in der Stadt Isiolo Ersatz besorgen. Saemi brachte einen guten Vergleich: Das ist etwa so wie wenn man in Wildhaus auf einen Lastwagen springt, auf einer schlechten Dreckstrasse bis nach Wil faehrt, dann auf Teer weiter bis Bern, die Feder besorgt und auf dem selben Weg zurueck...

Nun wollen wir noch etwas die Kenyanische Tierwelt anschauen. Allzuschnell geht die Zeit vorbei...

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